Was ist was? Hier findet ihr das kleine Näh 1x1...

Baumwolle:
Die Baumwollfaser ist eine Naturfaser, die aus den Samenhaaren der Pflanzen der Gattung Baumwolle (Gossypium) gewonnen wird. In der Systematik der Naturfasern gehört die Baumwolle daher zu den Samenfasern. Der Samen der Baumwolle bildet als Verlängerung seiner Epidermis längere Haare, die als Lint bezeichnet werden, und drei bis fünf Tage nach der Blüte sehr kurze Haare, die Linter genannt werden. Nur die langen Fasern werden, meist zu dünnen Fäden gesponnen, für Textilien verwendet.

Modal:
Modalfasern sind strukturmodifizierte Viskosefasern mit einem höheren Polymerisationsgrad (über 400 bis 700) als die normale Viskosefaser. Modalfasern geben damit Bekleidungs- und Heimtextilien, auch im nassen Zustand, eine hohe Dimensionsstabilität. Modalfasern weisen außerdem gegenüber Normalviskosefasern höhere Schlingen- und Scheuerfestigkeit auf.

Tencel:
Tencel (Lyocell) ist eine extrem nachhaltige bahnbrechende Innovation in der Textilwelt. Es handelt sich um eine seidenartige Faser, die aus Zellulose gewonnen wird. Sie ist abriebarm, robust, sehr weich und glatt und wirkt leicht kühlend auf der Haut. 
Basis für Tencel ist die Eukalyptuspflanze, die ohne chemische Zusätze und Düngung wächst und keinerlei künstliche Bewässerung benötigt. Die Pflanze ist extrem ergiebig und bei der Herstellung des Tencels werden in sämtlichen Prozessen biologisch abbaubare Zusätze verwendet, die einen nahezu vollständig geschlossenen Kreislauf ermöglichen.

Jersey:
Ein Jersey (in der Schweiz: Tricot, von französisch tricoter, stricken) ist ein weicher, oft elastischer Stoff, gestrickt oder gewirkt, aus Garnen, aus Viskose oder Viskosemischungen, Wolle oder Wollmischgarnen, Baumwolle oder Seide. Er wirkt ähnlich einem Gewebe mit leichter Rippenmusterung. Jerseystoff wird hauptsächlich für Bekleidung wie T-Shirts und Unterwäsche oder für Bettwäsche verwendet. Jersey-Bettwäsche ist geschmeidig, weich, außerdem atmungsaktiv, saugfähig und trocknergeeignet.
Jersey wurde ursprünglich aus Wolle hergestellt. Der Name stammt vermutlich von Jersey, der größten und bekanntesten der Kanalinseln, die seit dem Mittelalter als wichtiger Exporteur für Webwaren gilt.

Nach Strickart werden folgende Arten von Jersey unterschieden:

  • Single-Jersey
  • Double-Jersey
  • Triple-Jersey
  • Interlock-Jersey
  • Jacquard-Jersey
  • Cloqué-Jersey
Cloqué-Jersey:
Cloqué (aus dem Französischen cloqué = Brandblase, eine Blase bildend) gehört zu den Kreppgeweben und wird auch als Blasenkrepp bezeichnet, da das für Kreppgewebe typische verworfene Aussehen durch Blasenbildung der Oberfläche erreicht wird. Der Stoff wird aufgrund seiner interessanten Struktur für modische Abendkleider und Blazer verwendet. Cloquégewebe und -stoffe sollte man nicht bügeln, falls es doch nötig wäre, dann nur schwach und von links (innen liegende Seite).

Jaquard:
Heute bezeichnet man einen Jaquard als Doppelgewebten Stoff bei dem auf beiden Seiten das Muster mit gegensätzlichen Farben wiedergespiegelt wird.
Dieser kann als Gobelinjaquard, als Baumwolljaquard oder als Jerseyjaquard auftreten.
Das Webverfahren erfand Joseph-Marie Jacquard (eigentlich Joseph-Marie Charles genannt Jacquard; * 7. Juli 1752 in Lyon; ein französischer Erfinder, der durch seine Weiterentwicklung des (programmierbaren) Webstuhls entscheidend zur industriellen Revolution beitrug. Jacquard-Jersey wird ebenfalls an zwei Nadelreihen gestrickt und arbeitet mit einer Variation aus Stricken, Nichtstricken und Fanghenkel[1]. Durch diese Variationen entstehen verschiedene Maschenreihen, welche ein Strukturmuster ergeben.
  • Interlockjersey:Interlock-Jersey wird an zwei Nadelreihen gestrickt und in einer rechts-rechts Bindung gekreuzt. Er wird hauptsächlich für T-Shirts, Sportbekleidung und Unterwäsche genutzt.
  • Single-Jersey: Beim Single-Jersey werden abwechselnd rechte und linke Maschen verwendet, wodurch der Stoff sehr dehnbar wird und über eine linke und eine rechte Seite verfügt.
  • Doublejersey: Beim Double-Jersey wird entweder links-links oder rechts-rechts gestrickt. Durch diese Art der Vermaschung wird der Stoff robuster und hochwertiger.

Elasthan:
Elastan (EL), auch Elasthan geschrieben, (in den USA und Asien spandex fiber) ist eine äußerst dehnbare Chemiefaser mit hoher Elastizität und zu textilen Produkten verarbeitet werden. Das zugrundeliegende Blockcopolymer hat einen Massenanteil von mindestens 85 % Polyurethan. Selbst bei einer Dehnung auf das Dreifache ihrer Ausgangslänge geht die Faser nach einer Rücknahme der Belastung wieder nahezu auf die Ausgangslänge zurück. Sie ähnelt Gummi, hat aber eine höhere Festigkeit und ist haltbarer.

Baumwolle:
Die Baumwollfaser ist eine Naturfaser, die aus den Samenhaaren der Pflanzen der Gattung Baumwolle (Gossypium) gewonnen wird. In der Systematik der Naturfasern gehört die Baumwolle daher zu den Samenfasern. Der Samen der Baumwolle bildet als Verlängerung seiner Epidermis längere Haare, die als Lint bezeichnet werden, und drei bis fünf Tage nach der Blüte sehr kurze Haare, die Linter genannt werden. Nur die langen Fasern werden, meist zu dünnen Fäden gesponnen, für Textilien verwendet.

Modal:
Modalfasern sind strukturmodifizierte Viskosefasern mit einem höheren Polymerisationsgrad (über 400 bis 700) als die normale Viskosefaser. Modalfasern geben damit Bekleidungs- und Heimtextilien, auch im nassen Zustand, eine hohe Dimensionsstabilität. Modalfasern weisen außerdem gegenüber Normalviskosefasern höhere Schlingen- und Scheuerfestigkeit auf.

Walk:
Walkstoffe sind in Leinwand- oder Köperbindung gewebte Textilien, deren Oberflächen durch Walken (Drücken, Schieben, Stauchen, Pressen und Kneten in warmen, schwach alkalischen oder sauren Bädern) so verfilzt werden, dass die ursprüngliche Webbindung kaum noch oder gar nicht mehr zu erkennen ist. Im Gegensatz zum Filz wird jedoch gewebter Stoff verarbeitet.

Ursprünglich wurden ausschließlich Wollgewebe gewalkt, erst seit dem 20. Jahrhundert gibt es einen geringen Anteil verschiedener gewalkter Mischgewebe, die jedoch einen Mindestanteil von 20 % Wolle enthalten müssen. Bis ins 19. Jahrhundert wurden Walkstoffe Tuch genannt.

Loden:
Unter Loden werden grobe, widerstandsfähige Wollstoffe verstanden. Der Begriff Loden als Sammelbezeichnung wird für dichte Streichgarngewebe (selten Kammgarngewebe) – vorwiegend aus Wolle – mit einer mehr oder weniger glatten Oberfläche verwendet. Loden bezeichnete ursprünglich derbe, nicht gewalkte Wollstoffe aus Streichgarnen. Spätestens seit dem Hochmittelalter wurde Loden gewalkt (vgl. Walkstoffe), um anschließend als „Wolltuch") verarbeitet zu werden. Der Begriff Loden bezeichnete zu jener Zeit immer nur das unfertige Rohgewebe vor dem Walkprozess. Umgangssprachlich wird Loden häufig mit Walkloden gleichgesetzt, obwohl sowohl gewalkte als auch nicht gewalkte Stoffe unter diese Bezeichnung fallen. Die klassischen Farben sind olivgrün, graubraun, schwarzmeliert oder rotbraun. Moderne Lodengewebe sind meist in Köper-, köperähnlichen oder Leinwandbindungen gewebt.

Gewebe:
Gewebe ist ein textiles Flächengebilde, das aus mindestens zwei Fadensystemen, Kette und Schuss, besteht, die sich in der Sicht auf die Gewebefläche unter einem Winkel von genau oder annähernd 90° mustermäßig kreuzen. Jedes der beiden Systeme kann aus mehreren Kett- bzw. Schussarten aufgebaut sein (z. B. Grund-, Pol- und Füllkette; Grund-, Binde- und Füllschuss). Die Kettfäden verlaufen in Längsrichtung des Gewebes, parallel zur Gewebekante, und die Schussfäden in Querrichtung, parallel zum Geweberand. Die Verbindung der Fäden zum Gewebe erfolgt vorwiegend durch Reibschluss. Damit ein Gewebe ausreichend schiebefest ist, müssen die Kett- und Schussfäden meistens relativ dicht gewebt werden. Deshalb weisen die Gewebe bis auf wenige Ausnahmen auch ein geschlossenes Warenbild auf. Die Herstellung der Gewebe erfolgt entweder durch Handweben auf dem Handwebstuhl oder maschinell auf der Webmaschine. Eine historische Bezeichnung für Textilgewebe aus Leinen und Baumwolle ist Zeug.

Canvas:
Canvas, auch Duck, wird ein aus starkem Garn dicht und fest gewebter Stoff genannt. Die Bezeichnung stammt aus dem Englischen und bezieht sich auf historisches Segeltuch. Ursprünglich waren Stoffe für Segeltuche meist aus reinem Hanf und Leinen gefertigt, Baumwolle wurde erst ab Anfang des 19. Jh. verwendet.

Cord:
Cord (auch Kord oder Manchester; in Österreich umgangssprachlich auch Schnürlsamt), englisch: corduroy, ist ein Gewebe, das in der Cord-, (Hohlschuss-, Struck-) Bindung hergestellt wird, mit samtartigen Längsrippen. Die Herkunft des Wortes ist nicht völlig geklärt. Cord wurde zunächst vor allem in Manchester (England) produziert.Beim Cordsamt bildet nur der Schussfaden den Flor und damit die Streifenwirkung. Wie Samt hat Cord eine Strichrichtung, die bei der Verarbeitung beachtet werden muss, da der Stoff mit oder gegen den Strich unterschiedlich aussieht und sich unterschiedlich anfühlt.

Üblicherweise wird Cord nach der Zahl der Rippen auf zehn Zentimeter Stoff unterschieden in:

  • Breitcord: 10 bis 25 Rippen
  • Feincord oder Babycord: mehr als 40 Rippen

Sweat / French Terry:
French Terry in ein gewebter Jersey mit Schlingen auf der Rückseite. Ist fester, stabiler und einfach schöner zum nähen durch seine Festigkeit (trotzdem elastisch). Auch als Sommersweat bezeichnet. 
Der (warme kuschelige) Sweat ist einflächig auf Rundstrickmaschinen gestrickt (Rechts/Links-Ware). Auf der Rückseite wird ein spezieller Futterfaden mitgeführt, welcher weicher gedreht ist als das Grundstrickgarn, das auf der Vorderseite sichtbar ist. Dieser wird während des Veredelungsprozesses aufgeraut, was zu der typischen flauschigen Innenseite der Sweatshirtware führt. Aus diesem Grund heißt dieser Stoff in Fachkreisen auch „Futterware“.

Fleece (Faserpelz):
Fleece (englisch für FlauschPolyestervlies oder Kunstfilz) ist ein synthetischer Wirkpelz und ähnelt dem Faserpelz, einem schlingengeschnittenen Polyamidgewirk. Fleece ist die englische Bezeichnung für einen Veloursstoff, der meist aus Polyester z. B. aus recycelten PET-Flaschen hergestellt wird. Bei Fleece handelt es sich nicht um ein Gewebe, sondern um Maschenware. Bei der Bindung werden Plüschhenkel gebildet, die anschließend aufgeschnitten und aufgeraut werden.

Viskose:
Als Viskosefasern werden Chemiefasern (Regeneratfasern) aus regenerierter Cellulose bezeichnet. Die regenerierte Cellulose ist chemisch identisch mit der nativen Fasercellulose, wie zum Beispiel der Baumwolle. Als Ausgangsmaterial für die Viskosefaserherstellung dient Chemiezellstoff, der durch chemische Aufschlussverfahren aus verschiedenen Holzsorten von Buchen, Fichten, Eukalyptus, Pinien, Bambus, einjährigen Faserpflanzen oder Baumwolllinters gewonnen wird.

Leinen:
Es wird in Vollleinen und Halbleinen unterschieden.
Als Halbleinen können Erzeugnisse bezeichnet werden, bei denen die Kette aus reinem Baumwollgarn und der Schuss aus reinem Leinengarn besteht und dabei der Hundertsatz des Leinens mindestens 40 % des Gesamtgewichts des entschlichteten Gewebes ausmacht. Die Angabe „Kette reine Baumwolle“ und „Schuss reiner Flachs (bzw. reines Leinen)“ muss unbedingt beigefügt sein.
Halb-Leinengewebe werden als Tisch- und Bettwäsche, Damenoberbekleidungs-, Herrenoberbekleidungs-, Deko- sowie Möbelstoffe eingesetzt.
Stoffe aus Halbleinen nehmen Feuchtigkeit besser auf, als reine Baumwollstoffe. Deshalb sind Tücher aus Halbleinen im Gastronomiebereich sehr beliebt. Ein bekanntes Produkt ist das Grubentuch mit seinem markanten Karomuster.
Das Vollleinen wurde traditionell für Bett- und Hauswäsche verwendet. In dieser Nutzung wurden sie von der billigeren Baumwolle verdrängt. Neue Einsatzgebiete wie Kleidung und Dekorationsstoffe kommen hinzu, besonders in Form handgewebter hochpreisiger Produkte. Leinen wird als Bezugsstoff für Bucheinbände verwendet, außerdem für Schuhe, Taschen und hochwertige Akupressurmatten. Namengebend waren Leinenstoffe zum Bespannen für Leinwände in der Malerei. Leinenstroh findet zusehends eine große Bedeutung als Einstreu in der Pferdehaltung. Dazu verwendet man den holzigen Teil des Flachsstängels. Die Saugkraft ist zehnmal so hoch wie von gewöhnlichem Stroh, viermal so hoch wie bei Holzspänen.

Polyester:
Kurz PES genannt. Eine Faser ist ein lineares, elementares Gebilde, das aus einem Faserstoff besteht und eine äußere Faserform hat. Die Faser kann endlos oder längenbegrenzt sein und ist ein im Verhältnis zu ihrer Länge dünnes, flexibles Gebilde. Um im technischen Bereich von einer Faser zu sprechen, sollte das Verhältnis von Länge zu Durchmesser mindestens zwischen 3:1 und 10:1 liegen; für viele textile Anwendungen liegt es bei über 1000:1. Fasern können in Längsrichtung keine Druck-, sondern nur Zugkräfte aufnehmen, da sie bei Druckbelastung knicken. In der Natur und in der Technik kommen Fasern meist in einem größeren Verbund vor. Als Chemiefasern werden alle Fasern bezeichnet, die künstlich, nach chemisch-technischen Verfahren aus natürlichen oder synthetischen Polymeren sowie aus anorganischen Stoffen überwiegend in Form von Filamenten (Monofilamente, Multifilamente) hergestellt und zu Filamentgarnen weiterverarbeitet oder zu Spinnfasern (Stapelfasern) durch Schneiden oder Reißen verarbeitet und anschließend durch Sekundärspinnverfahren zu Garnen versponnen oder z. B. durch Vliesstoff-Herstellungsverfahren direkt zu textilen Flächengebilden verarbeitet werden. Aufgrund ihrer künstlichen Herkunft werden sie nach wie vor auch als Kunstfasern bezeichnet.

Polyethylen:
Polyethylen (Kurzzeichen PE) ist ein durch Kettenpolymerisation vom petrochemisch erzeugten Ethen hergestellter thermoplastischer Kunststoff. Alle Polyethylen-Typen zeichnen sich durch hohe chemische Beständigkeit, gute elektrische Isolationsfähigkeit und ein gutes Gleitverhalten aus; die mechanischen Eigenschaften sind jedoch im Vergleich zu anderen Kunststoffen nur mäßig.

Nähnadeln:
Bestehens aus einem Flachkolben, auf einer Seite flachgeschliffen (Das soll verhindern, die Nadel falsch einsetzen zu können), oder einem Rundkolben. 
Die lange Rille im Schaft dient für die Aufnahme des Nadelfadens während des Ein- und Ausstichs.

Nähnadeln sind häufig mit Farben kodiert, die sich am oberen Teil der Nadel befinden. Fehlt dieser Farbring, handelt es sich in der Regel um eine Universal- oder Jersey-Nadel.

Kurzzeichen Farbkodierung Anwendungsgebiet
H keine steht für Hohlkehle, ohne weitere Angaben handelt es sich um eine Universalnadel mit normaler Rundspitze
H-E rot Embroidery, Ziersticknadel
H-J blau Jeans, Jeans-Nadel mit spitzer Rundspitze und stärkerem Schaft
H-M lila Microfiber, Microtex-Nadel mit spitzer Rundspitze
H-Q grün Quilting, Steppnadel
H-S gelb Stretch, Stretch-Nadel mit kleiner Kugelspitze
H-SUK gelb Kugelspitznadel mit mittlerer Kugelspitze
H-LL bordeaux Leder

Zusätzlich wird die Stärke der Nadel in 1/100 Millimeter angegeben. Beispielsweise 70 = 0,7 mm oder 100 = 1,0 mm. In den USA wird die Größe meist mit zwei Zahlen angegeben, beispielsweise 12/80. Beides bezeichnet die gleiche Nadelstärke: die erste Zahl nach dem veralteten Singer-Standard, die zweite Zahl nach dem modernen NM-Standard in 1/100 Millimetern.

Die Breite des Nadelöhrs beträgt normalerweise 40 % des Nadeldurchmessers. Bei einer 100er Nadel mit 1 mm Durchmesser ist das Nadelöhr also 0,4 mm breit.



 

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Auszüge, Texte aus Wikipedia